Curriculumentwicklung

Ein Curriculum beschreibt ein Studienprogramm: Es macht Aussagen zu Rahmen, Inhalt und Struktur des Programmes.

Lehren und Lernen an einer Universität geschehen in komplexen Prozessen, die vielschichtig miteinander verzahnt sind. Im Curriculum eines Studienprogrammes werden die zentralen Elemente der Lehr-Lern-Prozesse in einen systematischen Zusammenhang gebracht und in ihrer Wechselwirkung beschrieben. In einem Curriculum wird also sichtbar, wie im Rahmen der rechtlichen, infrastrukturellen und administrativen Rahmenbedingungen sowie vor dem Hintergrund der Instrumente des Qualitätsmanagements Studienprogrammziele festgelegt werden. Aus den Zielen können die fachlich-didaktisch sinnvolle Modularisierung und entsprechende didaktische Konzepte zur Zielerreichung abgeleitet werden. Schliesslich wird auf der Ebene des Moduls beschrieben, wie der Kompetenzaufbau der Studierenden konkret erfolgen soll und in den Leistungsnachweisen überprüft werden kann.

Modell Curriculumentwicklung

Das Zusammenspiel der Ziele, Methoden und Überprüfungskriterien ist dabei ein zentrales Kriterium bei der Erarbeitung des intendierten Curriculums, der tatsächlichen Umsetzung im Semesteralltag sowie der kritischen Reflexion im Rahmen der Qualitätssicherung und -entwicklung.

An diesem Prozess sind verschiedenste Akteur*innen beteiligt, in erster Linie die Fakultäten die Institute. Dabei kommt den Programmverantwortlichen, insbesondere den Programmdirektor*innen und -koordinator*innen sowie den Modulverantwortlichen eine besondere Rolle zu, da sie das Programm in seinem gesamten Lebenszyklus – von der Planung über die Umsetzung bis hin zur Evaluation des Curriculums – tragen.

Die Prozessbegleitung durch die Hochschuldidaktik kann sich auf alle Stufen (BA, MA, PhD) und allen Phasen des Prozesses beziehen. Sie geschieht bedarfsangemessen unter besonderer Berücksichtigung von Fachkultur, Fachdidaktik, Struktur des Studienganges sowie des jeweiligen Berufsfeldes.