Initiative Zukunft der Lehre an der UZH
Die UZH bietet ihren Studierenden ein exzellentes Umfeld voller Möglichkeiten und von schweizweit einzigartiger Vielfalt. Bei der Weiterentwicklung ihrer Lehre setzt sie auf die Expertise, die Kreativität und das Engagement ihrer Dozierenden und Studienprogrammverantwortlichen.
So stärkt die UZH das Zusammengehörigkeitgefühl innerhalb ihrer Lehrgemeinschaft und begegnet gut vernetzt und mit vereinten Kräften den Ansprüchen einer sich rasch wandelnden Gesellschaft.
Um diese Entwicklungen kraftvoll und gezielt voranzutreiben, wurde die Initiative "Zukunft der Lehre an der UZH" lanciert. Sie umfasst sechs Handlungsfelder.
Gemeinsam Lehre weiterentwickeln
Begeisterte, einfallsreiche und kompetente Dozierende sorgen für positive Lernerfahrungen und steigern direkt die individuellen Zukunftschancen der Studierenden.
Wirkungsvolle Lehre ist jedoch keine Einzelleistung – sie entsteht im Zusammenspiel verschiedener Akteur:innen. Damit Lehre im digitalen, gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Wandel bestehen kann, braucht es Freiräume für Innovation sowie ein gemeinsames Verständnis von guter Lehre.
Die UZH fördert deshalb innovative Ideen in der Lehre. Mit dem Aufbau einer lebendigen Teaching Community entsteht Raum für Austausch und Kooperation – fakultätsübergreifend, interdisziplinär und praxisnah.
Schlüsselmassnahmen
-
Die UZH fördert fachübergreifende sowie themenspezifische Teaching Communities mit regelmässigen Austauschformaten. Diese bieten einen direkten Mehrwert für die eigene Lehrpraxis, von kollegialer Beratung bis zur gemeinsamen Entwicklung neuer Lehrkonzepte.
-
Studienprogrammverantwortliche spielen eine Schlüsselrolle in der Qualitätssicherung und -entwicklung der Lehre. Sie erhalten gezielte Unterstützung, um ihre Rolle wirkungsvoll wahrzunehmen – durch Ressourcen, Weiterbildung und strukturierte Austauschformate.
-
Mit der Universitären Lehrförderung (ULF) stellt die UZH ein Instrument bereit, um alle in der Lehre involvierten Personen bei der Umsetzung innovativer Lehrvorhaben auf Modul- und Studienprogrammebene finanziell und beratend zu unterstützen.
-
Die UZH stärkt die Personalentwicklung im Bereich Lehre. Durch bedarfsgerechte Weiterbildungen und gemeinsame Reflexion wird ein gemeinsames Lehrverständnis an der UZH gestärkt.
Horizonte erweitern
Gute Lehre ist offen für Impulse von aussen und bietet Studierenden vielfältige Möglichkeiten, ihren intellektuellen Horizont zu erweitern.
Die UZH ermöglicht ihren Studierenden, individuelle Schwerpunkte zu setzen, sowie ihr Studium mit internationalen und/oder inter- und transdisziplinären Erfahrungen zu bereichern.
Dozierende, Fakultäten und die Universität als Ganzes schaffen ihren Studierenden eine Vielfalt an Zugängen zu den reichen Ressourcen der Volluniversität sowie zu ihren strategischen Netzwerken.
Schlüsselmassnahmen
-
Die UZH wirkt darauf hin, Hemmnisse des fach- und fakultätsübergreifenden Studiums auf allen Ebenen so weit wie möglich zu reduzieren. Studierende können so noch freier ihrem individuellen Erkenntnisinteresse folgen und ergänzende Schwerpunkte auch jenseits der Disziplin ihres Majors setzen.
-
Seit ihrem Beitritt zur europäischen Allianz Una Europa beteiligt sich die UZH bereits an einer Vielzahl von gemeinsamen Programmen, darunter zwei Joint Bachelor-Programme, Summer Schools sowie einem geregelten Modul-Austausch. Um möglichst vielen Studierenden Gelegenheiten zum Sammeln internationaler Erfahrungen zu ermöglichen, setzt die UZH auf den gezielten Ausbau niederschwelliger, curricular integrierbarer Angebote.
-
Über die zentrale Plattform der School for Transdisciplinary Studies stellt die UZH eine kuratierte Auswahl transdisziplinärer Module, Minor-Studienprogramme und Future Skills-Kurse für Studierende bereit. Dieses Angebot wird strategisch weiterentwickelt – mit dem Ziel, Studierenden aller Fakultäten neue Perspektiven auf komplexe gesellschaftliche Herausforderungen zu eröffnen und ihre inter- und transdisziplinären Kompetenzen nachhaltig zu stärken.
Flexibles Lernen – ein Leben lang
Universitäten teilen ihr Wissen mit der Gesellschaft – Forschende geben ihre Erkenntnisse weiter, nehmen aktuelle Fragen auf und regen zum Mit- und Weiterdenken an.
Mit dem rasanten gesellschaftlichen und technologischen Wandel wächst die Notwendigkeit zum lebenslangen Lernen und die Nachfrage nach kleineren, flexibleren und offeneren Formaten, die universitäres Wissen vermitteln, steigt.
Als Vorreiterin im Hinblick auf das lebenslange Lernen entwickelt die UZH ihr Weiterbildungsangebot bedarfsgerecht weiter, öffnet neue Zugänge und stellt zugleich die Qualität auf vielfältige Weise sicher.
Schlüsselmassnahmen
-
Bereits heute werden im Rahmen der UZH-Weiterbildung erste Microcredentials ausgewiesen. Um den Weg zu ebnen, dass künftig mehr solche Nachweise für kurze Lerneinheiten ausgestellt werden können, hat die UZH ein Positionspapier mit sieben Grundsätzen formuliert. Anbietende von Weiterbildungsprogrammen und grundständiger Lehre können sich damit über die institutionelle Haltung der UZH sowie die aktuelle Praxis betreffend Microcredentials informieren.
-
Auch im Rahmen der Allianz Una Europa können Master-Studierende und Doktorierende der UZH Microcredentials erwerben. Aktuell werden die Voraussetzungen geprüft, unter denen die UZH selbst gemeinsam mit Partnern der Allianz solche flexiblen Angebote schaffen kann.
Digitale Lehre und Digital Services zukunftsfähig gestalten
Die Welt wird immer digitaler und die Ansprüche an digital gestütztes Lehren und Lernen verändern sich fortlaufend.
Studierende erwarten intuitiv bedienbare digitale Werkzeuge, die ihnen ein möglichst flexibles und barrierefreies Studium ermöglichen. Lehrende und Verwaltungseinheiten wünschen sich Unterstützung bei der Entwicklung digitaler Kompetenzen sowie reibungslose digitale Services, die den Lehr- und Arbeitsalltag spürbar erleichtern.
Die UZH schafft die notwendigen Voraussetzungen dafür. Einerseits beobachtet sie Trends und Entwicklungen von neuen Technologien in der Bildung. Andererseits stellt sie sicher, dass die Qualität der digitalen Infrastruktur für Studierende, Dozierende sowie für die Studien- und Lehradministration schnell und nachhaltig verbessert wird.
Schlüsselmassnahmen
-
Die UZH treibt die digitale Transformation in Lehre und Studium voran, indem sie eine universitätsweite Strategie formuliert, Ressourcen für deren Umsetzung bereitstellt sowie klare Richtlinien und Grundsätze, bspw. im Umgang mit Künstlicher Intelligenz, publiziert. Damit wird ein Kulturwandel angestossen und ein innovationsfreudiges Umfeld geschaffen, das Anreize zur Entwicklung von neuen digitalen Lösungen bietet.
-
Die UZH schafft gezielte Unterstützungsangebote, um Dozierende in der Anwendung und Integration digitaler Technologien zu schulen und digitale Kompetenzen in die Curricula der Studierenden zu integrieren.
-
Um Studierenden und Lehrenden ein optimales digitales Ökosystem zu bieten, setzt sich die UZH insbesondere dafür ein, dass die digitalen Systeme interoperabler werden. Dafür werden durchgängig digitalisierte Geschäftsprozesse und qualitativ hochwertige Datenbestände über Systemgrenzen hinweg benötigt.
Campus der Zukunft
Für Studierende ist der Campus der zentrale Ort der Begegnung. Hier werden Kontakte innerhalb sowie ausserhalb von Lehrveranstaltungen geknüpft. Hier entsteht universitäre Gemeinschaft.
Diese Begegnungen sind dann erfolgreich, wenn geeignete Räume und Flächen zur Verfügung stehen – vor Ort, aber auch hybrid und virtuell.
Die UZH verfolgt einen experimentierfreudigen Ansatz in der Lehr- und Lernraumgestaltung. Sie setzt im Rahmen ihrer Bauprojekte neue Konzepte der Raumgestaltung um, stösst geeignete Pilotprojekte an und bahnt damit den Weg zum Campus der Zukunft.
Schlüsselmassnahmen
-
Im Austausch mit Kanton und Stadt Zürich entwickelt die Stadtuniversität UZH eine Strategie für den Campus der Zukunft. Dieser verbindet Lehre, Forschung und Gesellschaft und schafft Raum für transdisziplinäre Zusammenarbeit, Veranstaltungen, Ausstellungen sowie diverse andere Formen des Wissenstransfers.
-
Mit dem räumlichen Rahmenkonzept EduSpaces zeigt die UZH auf, wie eine innovative Lehr- und Lerninfrastruktur aussehen kann. Im Fokus stehen multifunktionale Flächen, die innovative didaktische Settings ermöglichen. EduSpaces schafft Raum für Inspiration und wird schrittweise in allen Neu- und Umbauten umgesetzt und liefert damit eine wichtige Planungsgrundlage für den Campus der Zukunft.
-
Parallel zu den Bauvorhaben mit langfristigem Planungshorizont, setzt die UZH auf einen experimentellen Ansatz bei der Gestaltung von Lehr- und Lernräumen. Ausgewählte Räume werden zu Reallaboren, in denen verschiedene Möblierungskonzepte sowie digitale Tools und Materialien von innovationsfreudigen Studierenden und Lehrenden getestet werden können. Zudem eruiert die UZH anhand von Belegungsmessungen Optimierungspotenzial an ihren besonders belebten Lehr- und Lernorten. So können datenbasiert und nutzendenorientiert niederschwellige, aber wirkungsvolle Massnahmen in kurzer Frist umgesetzt werden.
Erfolgreich studieren
Studierende erwerben an einer Hochschule nicht nur fachliche Kompetenzen. Sie entdecken ihre eigenen Talente, entwickeln Strategien für den Umgang mit Belastungen, knüpfen Freundschaften und werden Teil der universitären Gemeinschaft.
Damit all dies gelingen kann, braucht es persönliches Engagement – ebenso jedoch ein Umfeld, das die individuelle Entwicklung und das Wohlbefinden der Studierenden unterstützt.
Die UZH begleitet daher bereits Studieninteressierte auf dem Weg zu einer bewussten und nachhaltigen Studienwahl. Sie schafft Rahmenbedingungen, die mentale Gesundheit, Resilienz und soziale Sicherheit von Studierenden stärken und zugleich ihre Selbständigkeit und Eigeninitiative fördern.
Schlüsselmassnahmen
-
Die «UZH Student Experience (PDF, 66 KB)» beschreibt positive Erfahrungen, die Studierende an der UZH machen sollen. Dabei steht die Eigenverantwortung im Vordergrund. Gleichzeitig verpflichtet sich die UZH, die Studierenden auf ihrem Weg zu unterstützen.
-
Wenn Studierende Unterstützung suchen, sollen sie rasch und zuverlässig mit der richtigen Stelle in Kontakt treten können. Zu diesem Zweck wird eine übersichtliche, interaktive Support Landscape der UZH erarbeitet. Diese stellt die Bedürfnisse der Studierenden ins Zentrum und führt durch einen strukturierten Prozess zum passenden Angebot. Die Support Landscape ist mit den gesamtuniversitären Bemühungen um ein kohärentes Unterstützungs- und Beschwerdemanagement abgestimmt.
-
Um die Selbstbefähigung der Studierenden zu fördern, bündelt und optimiert die UZH jene Angebote, die den Einstieg ins Studium erleichtern und den Erwerb resilienzfördernder, berufsvorbereitender sowie weiterer extracurricularer Skills ermöglichen. Diese Angebote werden zentral sichtbar gemacht und leicht zugänglich bereitgestellt.